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Landesmeister Sachsen 1957
Erste Mannschaft Schoenheide nach der Oberliga 1962
Freibad Neuheide im Winter 1960

1936-2026 - 90 Jahre Eishockey in Schönheide

Teil 3 - 1956–1965

Große Bühne, harte Realität: Schönheide in den Jahren des Umbruchs

Mitte der 1950er-Jahre erreichte das Schönheider Eishockey einen sportlichen Meilenstein: 1956 gelang der Aufstieg in die DDR-Oberliga. Für einen kleinen Ort im Erzgebirge war das ein außergewöhnlicher Erfolg. Die Mannschaft der BSG Aufbau Schönheide hatte sich mit Einsatz, Talent und großem Willen auf eine Bühne gespielt, die weit über die Region hinaus Bedeutung hatte. Dieser Aufstieg war nicht nur ein sportliches Ergebnis. Er war ein Signal. Schönheide zeigte, dass Eishockey auch außerhalb der großen Zentren wachsen konnte, wenn Menschen mit Leidenschaft dahinterstanden. Die Mannschaft knüpfte damit an den Sachsenmeistertitel von 1952 an und schrieb ein weiteres wichtiges Kapitel der Vereinsgeschichte. Doch die Realität des Spielbetriebs blieb schwierig. Schönheide verfügte weiterhin über eine Natureisfläche. Training, Heimspiele und Planung waren stark vom Wetter abhängig. Während andere Standorte bessere Bedingungen entwickelten, musste in Schönheide vieles improvisiert werden. Hinzu kamen personelle Herausforderungen. In der Saison 1958/59 wurde die Mannschaft wegen Spielermangels vom Spielbetrieb zurückgezogen. Dieser Rückzug war ein Einschnitt, aber kein Ende. Gerade die Jahre nach dem Oberliga-Abenteuer zeigen, was den Eishockeystandort Schönheide ausmacht: Rückschläge wurden nicht als Schlusspunkt verstanden. Der Sport blieb im Ort präsent, die Erinnerung an große Spiele lebte weiter, und die Verbindung zum Eis riss nicht ab. Für die 1960er-Jahre sind öffentlich verfügbare Detailinformationen weniger dicht überliefert als für andere Phasen der Vereinsgeschichte. Umso wichtiger ist der Blick auf die Kontinuität. Eishockey in Schönheide bedeutete in dieser Zeit nicht immer große Schlagzeilen, aber es bedeutete Beharrlichkeit. Es bedeutete Menschen, die das Eis pflegten, Nachwuchs begeisterten, Schläger in die Hand nahmen und die Tradition weitertrugen. In der Rückschau erscheint dieses Jahrzehnt deshalb als Übergangszeit. Die großen Erfolge der frühen 1950er-Jahre lagen hinter der Mannschaft, neue Strukturen mussten sich finden. Doch die Grundlage blieb: Schönheide hatte bewiesen, dass es Eishockey leben konnte. Die kommenden Jahrzehnte sollten zeigen, dass diese Begeisterung stärker war als jede Unterbrechung. Ausblick: Der vierte Teil unserer Serie widmet sich den 1960er- und frühen 1970er-Jahren – einer Zeit, in der Schönheide seine Eishockeyidentität vor allem durch Ausdauer und Gemeinschaft bewahrte. Bild 1: Landesmeister Sachsen 1956 Bild 2: Erste Mannschaft nach der Oberliga 1962 Bild 3: Freibad Neuheide im Winter 1960 (Bilderquelle: DVD „Schönheider Eishockey – Im Wandel der Zeit“)

Erstes Logo auf den Trikots von 1950
1951-52 Punktspiel gegen DD im Freibad
Schoenheide im Neuheider Freibad im Winter 1950

1936-2026 - 90 Jahre Eishockey in Schönheide

Teil 2 - 1946–1955

Neubeginn auf Natureis: Schönheide findet zurück zum Eishockey

Nach den schweren Kriegsjahren stand auch der Sport in Schönheide vor einem Neuanfang. Viele Strukturen mussten neu aufgebaut werden, vieles war ungewiss. Doch die Begeisterung für Eishockey war nicht verschwunden. Sie lebte weiter – auf Natureis, mit viel Eigenleistung und mit Menschen, die daran glaubten, dass dieser Sport in Schönheide eine Zukunft hat. In den späten 1940er-Jahren begann der geregelte Spielbetrieb wieder Fahrt aufzunehmen. Kurz nach Weihnachten 1949 trat Schönheide wieder zu einem Heimspiel an. Im Winter 1949/50 nahm die Mannschaft erstmals an den sächsischen Meisterschaften teil. Damit wurde aus der lokalen Leidenschaft wieder ein sportlich organisierter Wettbewerb. Schon ein Jahr später erreichten die Schönheider das Endspiel um die sächsische Meisterschaft. Dieser schnelle sportliche Anschluss war bemerkenswert. Er zeigte, dass die Mannschaft nicht nur aus Tradition weitermachte, sondern leistungsfähig war. In einer Zeit, in der Trainingsbedingungen, Material und Infrastruktur alles andere als komfortabel waren, bedeutete jeder Fortschritt harte Arbeit. 1951 wurde das Stadion ausgebaut. Tribünen und regelkonforme Banden machten einen regelmäßigeren Spielbetrieb möglich. Aus einer winterlichen Spielfläche entwickelte sich Schritt für Schritt ein echter Eishockeystandort. Unter dem Namen BSG Aufbau Schönheide wurde die Mannschaft zu einem festen Begriff im sächsischen Eishockey. Der erste große Höhepunkt folgte in der Saison 1951/52: Die BSG Aufbau Schönheide wurde Landesmeister Sachsen. Dieser Titel gehört bis heute zu den besonderen Erfolgen der Vereinsgeschichte. Er steht für die Aufbauleistung der Nachkriegszeit, für den sportlichen Ehrgeiz einer kleinen Gemeinde und für die Kraft des Zusammenhalts. Diese Jahre prägten Schönheide nachhaltig. Das Eishockey wurde nicht als kurzfristige Mode betrieben, sondern als Teil des Ortslebens. Spieler, Helfer und Zuschauer bildeten eine Gemeinschaft. Wer damals ins Stadion kam, sah nicht nur ein Spiel, sondern erlebte ein Stück Heimat. Die 1950er-Jahre begannen für Schönheide mit einem beeindruckenden sportlichen Aufschwung. Aus den Anfängen der Vorkriegszeit war ein Vereinssport geworden, der Titel gewann, Zuschauer anzog und junge Menschen für das Eis begeisterte. Ausblick: Im dritten Teil unserer Serie erzählen wir vom Aufstieg in die DDR-Oberliga, von schwierigen Jahren und davon, wie die Schönheider Eishockeytradition trotz Rückschlägen weiterlebte. Bild 1: Erstes Logo auf den Trikots von 1950 Bild 2: 1951-52 Punktspiel gegen Dresden im Neuheider Freibad Bild 3: Schönheide im Neuheider Freibad im Winter 1950 (Bilderquelle: DVD „Schönheider Eishockey – Im Wandel der Zeit“)

Ehrengast zur 50-Jahr-Feier_in der Mitte Wolf Bretschneider_Gruender des Schoenheider Eish
Eines der ersten Bilder im Neuheider Freibad 1939
Schoenheide gegen Astoria Berlin 31-12-1939

1936-2026 - 90 Jahre Eishockey in Schönheide

Teil 1 - 1936–1945

Als alles begann: Die ersten Spuren des Schönheider Eishockeys

Wenn die Schönheider Wölfe vom 25. bis 27. September 2026 das dreitägige Festwochenende „1936–2026 • 90 Jahre Eishockey in Schönheide“ feiern, dann blickt der Verein nicht nur auf sportliche Ergebnisse zurück. Gefeiert wird eine Geschichte, die tief mit dem Ort, seinen Menschen und der Begeisterung für das Eis verbunden ist. Der Anfang dieser Geschichte liegt im Jahr 1936. Mitglieder des FC Schönheide suchten damals nach einer sportlichen Möglichkeit für die Wintermonate. Gemeinsam mit Wolfsgrüner Eisstockschützen entstand in Wolfsgrün eine erste Spritzeisbahn. Eine entscheidende Rolle spielte dabei Wolf Bretschneider, der als treibende Kraft der frühen Jahre gilt. Aus einer Idee, aus Eigeninitiative und aus der Freude am Sport wurde der Ursprung einer Tradition, die heute 90 Jahre überdauert hat. Nur wenige Jahre später verlagerte sich das Geschehen nach Schönheide. Im Winter wurde das Gemeindebad zur Natureisfläche umfunktioniert. Was heute selbstverständlich klingt, war damals ein großes Stück Pionierarbeit: Eis musste entstehen, gepflegt und bespielbar gehalten werden; Bande, Organisation und Mannschaft mussten wachsen. Dennoch war die Begeisterung schnell spürbar. Am 31. Dezember 1939 kam es zum ersten überlieferten großen Spiel gegen den SC Astoria Berlin. Fast 1.000 Zuschauer sollen diese Partie verfolgt haben – eine Zahl, die eindrucksvoll zeigt, wie sehr der neue Sport die Menschen schon in seinen Anfangstagen faszinierte. Die ersten Schönheider Eishockeyjahre waren von Improvisation, Idealismus und der besonderen Atmosphäre des Natureises geprägt. Gespielt wurde nicht in einer modernen Halle, sondern unter freiem Himmel, abhängig von Kälte, Wetter und der Einsatzbereitschaft vieler Helfer. Gerade daraus entstand jene Verbindung zwischen Mannschaft, Zuschauern und Ort, die bis heute ein Markenzeichen des Schönheider Eishockeys ist. Der Zweite Weltkrieg unterbrach vieles, was gerade erst begonnen hatte. Sportliche Strukturen zerfielen, Spieler wurden eingezogen, und das gesellschaftliche Leben veränderte sich grundlegend. Doch die Erinnerung an die ersten Spiele, an den Mut der Gründer und an die Faszination für den Puck blieb. Sie wurde zur Grundlage dafür, dass nach Kriegsende ein Neubeginn möglich war. 90 Jahre später ist aus dieser ersten Spritzeisbahn eine Eishockeyheimat geworden. Der heutige Wolfsbau steht für eine Tradition, die nicht am Reißbrett entstand, sondern auf Eis, in Kälte, mit Leidenschaft und mit Menschen, die an ihren Sport glaubten. Ausblick: Im zweiten Teil unserer Serie geht es um den Neubeginn nach dem Krieg, die ersten Meisterschaftsspiele und den Sachsenmeistertitel der BSG Aufbau Schönheide. Bild 1: In der Bildmitte Wolf Bretschneider Bild 2: Eines der ersten Bilder im Neuheider Freibad 1939 Bild 3: Schönheide gegen Astoria Berlin am 31.12.1939 (Bilderquelle: DVD „Schönheider Eishockey – Im Wandel der Zeit“)

1936-2026-90-Jahre_quer

1936-2026 - 90 Jahre Eishockey in Schönheide
Neun Jahrzehnte, neun Geschichten, eine Leidenschaft

Im Jahr 2026 feiert der Schönheider Wölfe e. V. ein außergewöhnliches Jubiläum: „1936–2026 – 90 Jahre Eishockey in Schönheide“. Mit dem großen Festwochenende vom 25. bis 27. September 2026 würdigt der Verein eine Tradition, die seit neun Jahrzehnten Generationen von Spielern, Trainern, Ehrenamtlichen, Fans und Familien miteinander verbindet. Bevor im Rahmen einer neunteiligen Presse-Serie jedes Jahrzehnt einzeln beleuchtet wird, gibt der Schönheider Wölfe e. V. einen Ausblick auf das, was die Leserinnen und Leser erwartet. Die Serie erzählt nicht nur von Ergebnissen, Aufstiegen und Meisterschaften. Sie erzählt vor allem von Menschen, die diesen Sport in Schönheide möglich gemacht haben – auf Natureis, im Gemeindebad, im Kunsteisstadion, im heutigen Wolfsbau und bis in die Gegenwart. Der erste Teil führt zurück zu den Anfängen im Jahr 1936. Damals entstand aus der Initiative sportbegeisterter Schönheider und Wolfsgrüner die Grundlage für eine Entwicklung, die niemand in ihrer späteren Bedeutung hätte voraussehen können. Eine Spritzeisbahn, viel Eigenleistung und die Begeisterung für den Wintersport standen am Anfang einer Geschichte, die bis heute fortgeschrieben wird. Im zweiten Teil geht es um den Neubeginn nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Leser erfahren, wie sich das Eishockey in Schönheide nach schweren Jahren wieder formierte, wie die BSG Aufbau Schönheide in den organisierten Spielbetrieb zurückkehrte und wie mit dem Sachsenmeistertitel 1952 einer der frühen sportlichen Höhepunkte gelang. Der dritte Teil widmet sich den Jahren des sportlichen Aufbruchs und der Herausforderungen. Der Aufstieg in die DDR-Oberliga 1956 war ein Meilenstein, doch die Bedingungen auf Natureis blieben schwierig. Die Serie zeigt, wie nah große sportliche Träume und harte Realität damals beieinanderlagen. In den Teilen vier und fünf rückt die Zeit in den Mittelpunkt, in der Schönheide seine Eishockeytradition vor allem durch Beständigkeit bewahrte. Es waren Jahrzehnte, in denen nicht immer große Schlagzeilen geschrieben wurden, aber ohne die der heutige Standort undenkbar wäre. Helfer, Spieler, Fans und die Gemeinde hielten den Sport lebendig – oft unter einfachsten Bedingungen und immer abhängig von Wetter und Eis. Der sechste Teil führt in die Wendezeit. Aus der BSG Aufbau wurde der EHV Schönheide. Der Verein musste sich neu strukturieren, neue Wege finden und gleichzeitig seine Wurzeln bewahren. Besonders wichtig wurde in dieser Phase der Wunsch nach einer verlässlichen Kunsteisfläche – eine Entscheidung, die die Zukunft des Schönheider Eishockeys nachhaltig prägen sollte. Im siebten Teil steht der Wolfsbau im Mittelpunkt. Mit dem Bau der Kunsteisanlage 1996 und der späteren Überdachung begann eine neue Ära. Der EHV Schönheide bekam ein modernes Zuhause, neue sportliche Möglichkeiten und eine Atmosphäre, die bis heute für viele Fans untrennbar mit dem Schönheider Eishockey verbunden ist. Der achte Teil blickt auf ein Jahrzehnt voller Extreme: Meisterschaft, Pokalerfolge, wirtschaftliche Schwierigkeiten, Insolvenz und Neuanfang. Die Jahre von 2006 bis 2015 zeigen besonders eindrucksvoll, wie stark der Standort Schönheide auch in Krisenzeiten zusammensteht. Der neunte und letzte Teil führt schließlich in die Gegenwart. Nach dem Neustart als Schönheider Wölfe entwickelte sich der Verein wieder zu einer festen Größe in der Regionalliga Ost. Meisterschaften, Vizemeisterschaften, Nachwuchsarbeit, Ehrenamt und die besondere Atmosphäre im Wolfsbau bilden den Bogen bis zum Jubiläumsjahr 2026. Mit dieser Serie möchte der Schönheider Wölfe e. V. an neun Jahrzehnte Eishockeygeschichte erinnern und zugleich die Vorfreude auf das Festwochenende vom 25. bis 27. September 2026 wecken. Jede Folge ist ein Blick zurück – aber auch ein Dank an alle, die dazu beigetragen haben, dass der Puck in Schönheide seit 90 Jahren nicht zur Ruhe kommt. Der Schönheider Wölfe e. V. lädt alle Freunde, Wegbegleiter, ehemaligen Aktiven, Fans und Unterstützer ein, diese besondere Reise durch neun Jahrzehnte Eishockey in Schönheide zu begleiten.

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