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1936-2026 - 90 Jahre Eishockey in Schönheide

Schönheider Wölfe laden zum großen Jubiläums-Wochenende ein

1936 bis 2026 – das bedeutet 90 Jahre Eishockey in Schönheide. Dieses besondere Jubiläum feiern die Schönheider Wölfe mit einem großen Festwochenende vom Freitag, 25. September bis Sonntag, 27. September 2026. Auf dem Programm stehen drei Tage voller Eishockey, Begegnungen, Erinnerungen, Musik und geselligem Beisammensein im Wolfsbau und im Festzelt. Den Auftakt bildet am Freitag, dem 25.09.2026, das Programm im Festzelt. Ab 18:00 Uhr ist Einlass, ehe um 19:00 Uhr die Vorstellung des Wölfe-Teams für die Saison 2026/2027 auf dem Plan steht. Im Anschluss sorgt DJ Heiko Hausmann für Partystimmung und einen gelungenen Start in das Jubiläumswochenende. Der Samstag, 26.09.2026, steht ganz im Zeichen des Eishockeys im Wolfsbau. Von 10:00 bis 12:00 Uhr gehört das Eis zunächst dem Nachwuchs beim Turnier der Altersklassen U7 und U9. Um 15:00 Uhr folgt dann eines der emotionalen Highlights des Wochenendes: das Traditionsspiel „Meister 2008 & Friends“ gegen die Holger Lenk-Allstars. Um 17:30 Uhr bestreiten die Schönheider Wölfe zudem ein Vorbereitungsspiel gegen die EHC Bayreuth Tigers. Auch im Festzelt wird am Samstag einiges geboten. Ab 12:00 Uhr ist Einlass, von 12:30 bis 14:30 Uhr findet eine Gesprächsrunde mit Ehemaligen und Aktiven statt. Um 19:30 Uhr startet das Abendprogramm, bevor um 20:30 Uhr die Band „The Bearded Beer Buddys“ auftritt. Bereits ab dem Nachmittag sorgt DJ P-Step für musikalische Unterhaltung. Am Sonntag, 27.09.2026, geht das Jubiläumswochenende in seine letzte Runde. Im Wolfsbau findet von 10:00 bis 14:00 Uhr ein Nachwuchsturnier der Altersklassen U11 bis U15 statt. Parallel lädt das Festzelt ab 10:00 Uhr zum Frühschoppen ein. Um 11:00 Uhr spielt das Bergmannsblasorchester Aue-Bad Schlema, bevor das Festwochenende um 14:00 Uhr offiziell endet. Mit dem Jubiläumswochenende möchten die Schönheider Wölfe gemeinsam mit Fans, Mitgliedern, ehemaligen und aktiven Spielern, Nachwuchs, Sponsoren, Unterstützern und allen Freunden des Schönheider Eishockeys auf 90 Jahre voller Leidenschaft, Tradition und Zusammenhalt zurückblicken. Die Schönheider Wölfe freuen sich auf viele Besucherinnen und Besucher und auf ein besonderes Wochenende ganz im Zeichen des Eishockeys in Schönheide. Am Festwochenende ist der Eintritt zu allen Veranstaltungen frei! Glück auf und auf 90 Jahre Eishockeytradition in Schönheide!

ALLE_TEAMS_OBERLIGA_SUED_2015-2016
Schönheider Wölfe werden in Berlin Meister Regionalliga Ost 2021-2022
Schönheider Wölfe werden in Sande Meister Regionalliga Nord-Ost 2018-2019
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1936-2026 - 90 Jahre Eishockey in Schönheide

Teil 9 - 2016–2026

Aus der Krise zur Jubiläumsfeier: Die Schönheider Wölfe schreiben Gegenwart

Das letzte Jahrzehnt vor dem großen Jubiläum „1936–2026 – 90 Jahre Eishockey in Schönheide“ war geprägt von Krise, Neuanfang und beeindruckender sportlicher Beständigkeit. Es führte den Standort noch einmal durch eine schwierige Phase – und zurück zu starken Erfolgen in der Regionalliga Ost. 2015/16 erfüllte sich für den EHV Schönheide 09 ein sportlicher Wunsch: Durch Umstrukturierungen im deutschen Eishockey wurde die Teilnahme an der Oberliga Süd möglich. Die Lizenz wurde erteilt, Schönheide spielte fortan in einer sportlich anspruchsvollen Umgebung. Doch die Belastungen waren groß. In der Saison 2016/17 stellte der EHV Schönheide 09 einen Insolvenzantrag. Obwohl der Spielbetrieb zunächst fortgeführt wurde, endeten im Mai 2017 die Bemühungen um eine weitere Oberliga-Zukunft. Doch erneut blieb die Tradition bestehen. In der Saison 2017/18 startete eine Mannschaft des früheren Fördervereins Junge Wölfe unter dem Namen Schönheider Wölfe in der Regionalliga Ost. Aus dem Neustart wurde schnell eine Erfolgsgeschichte. Der Verein wurde in Schönheider Wölfe e. V. umbenannt und entwickelte sich in der Liga zu einer festen Größe. Schon 2018 wurden die Wölfe Vizemeister der Regionalliga Ost. 2018/19 folgte ein besonderer Triumph: Neben dem Meistertitel in der Regionalliga Ost gewann Schönheide auch die Verzahnungsrunde mit der Regionalliga Nord und durfte die Meisterschaft der Regionalliga Nord/Ost feiern. 2020 und 2022 kamen weitere Meistertitel in der Regionalliga Ost hinzu. 2023, 2025 und 2026 erreichten die Wölfe erneut die Vizemeisterschaft. Auch abseits der ersten Mannschaft blieb der Standort lebendig. Der Nachwuchs unter dem Namen Junge Wölfe, die 1b-Mannschaft, die enge Bindung der Fans und die Heimspiele im Wolfsbau prägen das heutige Vereinsleben. Die offizielle Vereinsseite beschreibt den Eishockeysport in Schönheide als sportliches Aushängeschild der Gemeinde und der Erzgebirge-Vogtland-Region. Diese Einschätzung hat sich der Verein über Jahrzehnte erarbeitet. 2026 feiert Schönheide nun 90 Jahre Eishockey. Vom ersten Eis in Wolfsgrün über das Gemeindebad, die BSG Aufbau, den EHV, den EHV Schönheide 09 bis zu den heutigen Schönheider Wölfen reicht eine Linie, die von Leidenschaft, Ehrenamt und Zusammenhalt getragen wird. Das Festwochenende vom 25. bis 27. September 2026 ist deshalb mehr als ein Jubiläumstermin. Es ist ein Dankeschön an Generationen von Spielern, Trainern, Betreuern, Sponsoren, Fans, Nachwuchskräften, Helfern und Familien. Sie alle haben dafür gesorgt, dass in Schönheide seit 90 Jahren Eishockey gespielt wird – und dass die Geschichte weitergeht. 90 Jahre Eishockey in Schönheide sind 90 Jahre Mut, Kälte, Leidenschaft und Gemeinschaft. Die Schönheider Wölfe feiern diese Tradition – und laden alle ein, Teil des nächsten Kapitels zu werden. Bild 1: Meister Regionalliga Ost 2021/2022 in Berlin - Foto: Markus Gläß Bild 2: Meister Regionalliga Nord/Ost 2018/2019 in Sande - Foto: Schönheider Wölfe e.V.

EHV Schönheide - Meister Regionalliga Nord-Ost 2007-2008_4-3_02
EHV09_Regionalliga-Ost-Pokalsieger_2011-2012_in_Erfurt_4-3
EHV09_Regionalliga-Mitte-Pokalsieger_2014-2015_in_Frankfurt_4-3

1936-2026 - 90 Jahre Eishockey in Schönheide

Teil 8 - 2006–2015

Meister, Pokalsieger, Neuanfang: Ein Jahrzehnt voller Extreme

Die Jahre von 2006 bis 2015 zählen zu den ereignisreichsten Kapiteln der Schönheider Eishockeygeschichte. Sie brachten sportliche Höhepunkte, wirtschaftliche Rückschläge, eine Neugründung und große Pokalerfolge. Kaum ein Jahrzehnt zeigt so deutlich, wie eng Freude und Herausforderung im Sport beieinanderliegen können. Der sportliche Höhepunkt der EHV-Zeit kam in der Saison 2007/08. Mit einem jungen Kader überraschte Schönheide die Konkurrenz, gewann Vor- und Meisterrunde und setzte sich im Play-off-Finale gegen die ECC Preussen Juniors Berlin durch. Der EHV Schönheide wurde Meister der Regionalliga Nord/Ost. Damit war der sportliche Aufstieg in die Oberliga erreicht. Doch der Verein entschied sich gegen die Wahrnehmung des Aufstiegsrechts. Finanzielle und wirtschaftliche Rahmenbedingungen sowie fehlende Voraussetzungen für einen geregelten Oberliga-Spiel- und Trainingsbetrieb machten diesen Schritt notwendig. Diese Entscheidung war bitter, aber verantwortungsvoll. Nur ein Jahr später folgte ein schwerer Einschnitt. 2009 musste der EHV Schönheide Insolvenz anmelden. Gründe waren unter anderem weggefallene Einnahmen, Altverbindlichkeiten, geringere Zuschauereinnahmen und wirtschaftliche Schwierigkeiten im Eishallenbetrieb. Für viele Fans war dies ein Schock – doch die Tradition endete nicht. Mit Unterstützung der Gemeinde, Sponsoren, Geschäftspartner und vieler Engagierter wurde der EHV Schönheide 09 gegründet. Der neue Verein führte den Spielbetrieb fort und startete 2009/10 in der Regionalliga Ost. Über Kooperationen, unter anderem mit Crimmitschau, gelang es, eine konkurrenzfähige Mannschaft aufzustellen. Ab 2010/11 spielten die Wölfe in der neu geschaffenen Oberliga Ost. In dieser Zeit wuchs der Verein sportlich weiter. 2011/12 gewannen die Schönheider den Oberliga-Ost-Pokal, 2012/13 nahmen sie am DEB-Pokal teil. 2014/15 folgte der nächste große Erfolg: der Pokalsieg in der Oberliga Mitte. Dieses Jahrzehnt war ein Wechselbad. Es zeigte die sportliche Kraft des Standorts, aber auch die wirtschaftlichen Risiken des Eishockeys. Vor allem bewies es eines: Wenn Schönheide fällt, steht Schönheide wieder auf. Die Fans, Ehrenamtlichen und Unterstützer hielten die Tradition lebendig und machten den nächsten Abschnitt möglich. Ausblick: Im neunten und letzten Teil unserer Serie geht es um die Jahre 2016 bis 2026 – von der erneuten Insolvenz über den Neustart als Schönheider Wölfe bis zum 90-jährigen Jubiläum. Bild 1: Meister Regionalliga Nord/Ost 2007/2008 - Foto: Markus Gläß Bild 2: Oberliga-Ost-Pokalsieger 2011/2012 - Foto: Markus Gläß Bild 3: Oberliga-Mitte-Pokalsieger 2014/2015 - Foto: Markus Gläß

Bau der Kunsteisfläche in Neuheide 1996_Bildquelle_DVD Schönheider Eishockey_Im Wandel der
EHV_Schoenheide_1996_Aufstieg_Sachsenliga
Nachwuchs-Training auf der neuen Kunsteisfläche 1999

1936-2026 - 90 Jahre Eishockey in Schönheide

Teil 7 - 1996–2005

Der Wolfsbau verändert alles: Kunsteis, Dach und neue Erfolge

1996 begann für das Schönheider Eishockey eine neue Ära. Nach Jahrzehnten auf Natureis erhielt der Standort eine moderne Freiluft-Kunsteisanlage. Der Bau des Stadions im Ortsteil Neuheide war ein Meilenstein – sportlich, organisatorisch und emotional. Nach dem Aufstieg 1996 spielte der EHV Schönheide die erste Saison 1996/1997 auf Kunsteis in der Sachsenliga. Das erste Heimspiel am 28. Dezember 1996 wurde zu einem symbolischen Auftakt. Vor 600 Zuschauern gewann Schönheide mit 11:2 gegen Grün-Weiß Weißwasser. Nach Jahren der Witterungsabhängigkeit konnten Training und Spielbetrieb nun deutlich verlässlicher geplant werden. Der neue Wolfsbau gab dem Verein Rückenwind. Auch wenn sich der EHV nach der Saison 1999/2000 freiwillig für den Gang in die Landesliga Sachsen entschied, folgte sofort die sportliche Antwort. In der Saison 2000/2001 wurde Schönheide Landesmeister und stieg direkt wieder in die Sachsenliga auf. Nur wenige Monate später veränderte sich die Spielstätte erneut. Im Oktober 2001 wurde die Überdachung des Eisstadions rechtzeitig zum Saisonbeginn fertiggestellt. Aus der Freiluftanlage entwickelte sich ein echtes Zuhause für Mannschaft, Nachwuchs und Fans. Die Atmosphäre im Wolfsbau wurde zu einem Markenzeichen des Vereins. Auch sportlich sorgte der EHV für Schlagzeilen. In der Saison 2001/02 wurde die Mannschaft als Aufsteiger Vizemeister hinter den Saaleteufeln Halle. Noch größer war das Erreichen des Sachsenpokal-Finales gegen die Dresdner Eislöwen. Auf dem Weg dorthin gelangen deutliche Siege gegen Chemnitz, Klingenthal/Brunndöbra und Weißwasser sowie ein 3:2 im Amateurfinale gegen Halle. Das Heimspiel gegen Dresden am 12. Februar 2002 wurde zu einem der legendären Abende im Schönheider Eishockey. Um mehr Zuschauer unterzubringen, halfen Fans und Vereinsmitglieder beim Ausbau der Stehplätze. 1.127 Zuschauer sahen das Spiel gegen die favorisierten Eislöwen – ein Beweis dafür, welche Strahlkraft der Standort inzwischen entwickelt hatte. Ab der Saison 2002/03 etablierte sich der EHV Schönheide in der vierthöchsten Spielklasse. Der Verein war endgültig in einer neuen sportlichen Realität angekommen. Kunsteis, Dach, Zuschauerzuspruch und wachsende Strukturen machten aus der langen Tradition einen modernen Eishockeystandort. Ausblick: Der achte Teil unserer Serie erzählt von der Regionalliga-Meisterschaft 2008, wirtschaftlichen Rückschlägen, der Neugründung 2009 und den Erfolgen des EHV Schönheide 09. Bild 1: Bau der Kunsteisfläche in Neuheide 1996 (Bildquelle: DVD „Schönheider Eishockey – Im Wandel der Zeit“) Bild 2: 1.Mannschaft EHV Schönheide - Aufstieg Sachsenliga 1996 (Bildquelle: DVD „Schönheider Eishockey – Im Wandel der Zeit“) Bild 3: Nachwuchs-Training auf der neuen Kunsteisfläche 1999 (Bildquelle: Chronik Nachwuchs EHV Schönheide von Jörg Reimann) Bild 4: EHV Schönheide – Amateur-Pokal-Sieger 2001 (Foto: Eb. Mädler/Schönheider Wochenblatt)

EHV Schönheide - Neues Logo ab 1990
EHV Schönheide - Nachwuchs-Kids 1995
Gelände des heutigen Wolfsbau 1995

1936-2026 - 90 Jahre Eishockey in Schönheide

Teil 6 - 1986–1995

Wendezeit auf Natureis: Aus BSG Aufbau wird der EHV Schönheide

Die Jahre zwischen 1986 und 1995 markieren eines der wichtigsten Übergangskapitel in der Geschichte des Schönheider Eishockeys. Politisch, gesellschaftlich und sportlich veränderte sich vieles. Auch der Eishockeystandort Schönheide musste sich neu orientieren – und bewies einmal mehr, dass seine Tradition stärker war als jede Umbruchphase. Bis zur deutschen Wiedervereinigung spielte die Mannschaft unter dem Namen BSG Aufbau Schönheide. Nach 1990 entstand daraus der EHV Schönheide als reiner Eishockeyverein. Dieser Schritt war mehr als eine formale Umbenennung. Er bedeutete, Verantwortung neu zu ordnen, Strukturen aufzubauen und den Sport unter veränderten Bedingungen weiterzuführen. Sportlich blieb Schönheide zunächst in der Sachsenliga aktiv und spielte weiterhin auf Natureis. Das war eine große Herausforderung. Während andere Standorte über bessere Infrastruktur verfügten, war der Schönheider Spielbetrieb abhängig von Frost und Wetter. Heimspiele mussten teilweise nach Crimmitschau oder Chemnitz verlegt werden, wenn die Bedingungen vor Ort keinen regulären Spielbetrieb zuließen. Trotzdem blieb die Vision lebendig: Schönheide brauchte eine verlässliche Eisfläche. Mitte der 1990er-Jahre beschloss der Gemeinderat den Umbau zur Freiluft-Kunsteisanlage. Damit wurde eine Entscheidung getroffen, die den Standort grundlegend verändern sollte. Nach Jahrzehnten des Natureises öffnete sich der Weg in eine neue Zeit. Diese Jahre waren geprägt von Idealismus und Zukunftsglauben. Der Verein musste sich nach der Wende neu finden, gleichzeitig aber seine Wurzeln bewahren. Die Menschen im Umfeld wussten, was auf dem Spiel stand. Ein moderneres Stadion bedeutete nicht nur bessere Bedingungen für die erste Mannschaft, sondern auch neue Chancen für Nachwuchs, Zuschauer und die gesamte Region. Aus heutiger Sicht war die Zeit von 1986 bis 1995 die Brücke zwischen alter und neuer Eishockeywelt. Hinter Schönheide lagen Jahrzehnte auf Natureis, vor dem Verein lag der Schritt in professionellere Strukturen. Dass dieser Schritt gelang, war das Ergebnis vieler Entscheidungen, vieler Helfer und eines klaren Bekenntnisses: Eishockey gehört zu Schönheide. Ausblick: Im siebten Teil unserer Serie geht es um den Bau des Kunsteisstadions, die ersten großen Spiele im neuen Zuhause und den sportlichen Aufschwung des EHV Schönheide. Bild 1: EHV Schönheide - Neues Logo ab 1990 Bild 2: EHV Schönheide - Nachwuchs-Kids 1995 Bild 3: Gelände des heutigen Wolfsbaus 1995 (Bilderquelle: DVD „Schönheider Eishockey – Im Wandel der Zeit“)

Nachwuchs-Eishockeyspiel im Freibad Neuheide im Winter 1978_01
Nachwuchs-Eishockeyspiel im Freibad Neuheide im Winter 1978_02
Schönheider Jugendmannschaft bei der DDR-Bestenermittlung in Crimmitschau 1985

1936-2026 - 90 Jahre Eishockey in Schönheide

Teil 5 - 1976–1985

Eine Gemeinde hält zusammen: Eishockey als Stück Schönheider Alltag

Wer heute im Wolfsbau steht, spürt sofort, dass Eishockey in Schönheide mehr ist als ein Sportangebot. Es ist ein Stück Identität. Diese Identität wuchs besonders in jenen Jahrzehnten, in denen der Standort nicht im Rampenlicht großer Ligen stand, sondern vor allem von Gemeinschaft, Treue und lokaler Begeisterung getragen wurde. Die Jahre von 1976 bis 1985 stehen in der Schönheider Eishockeygeschichte für genau diese Beständigkeit. Die BSG Aufbau Schönheide blieb Teil der regionalen Eishockeylandschaft und nahm – abhängig von Wetter und Möglichkeiten – an Wettbewerben der DDR-Bestenermittlung im Amateurbereich teil. Noch immer war das Stadion eine Natureisfläche. Damit blieb der Spielbetrieb anspruchsvoll und unberechenbar. Doch gerade diese Bedingungen schweißten zusammen. In Schönheide wusste man: Eishockey funktioniert nur, wenn viele mithelfen. Spieler mussten flexibel trainieren, Organisatoren kurzfristig planen, Zuschauer Wind und Kälte trotzen. Das Ergebnis war eine besondere Nähe zwischen Mannschaft und Umfeld. Die Menschen im Ort kannten „ihre“ Eishockeyspieler, und die Spieler wussten, für wen sie auf dem Eis standen. In den 1970er- und 1980er-Jahren wurde auch die Weitergabe der Begeisterung wichtig. Kinder und Jugendliche wuchsen mit dem Eishockey auf. Sie sahen, dass dieser Sport in Schönheide nicht importiert war, sondern zum Ort gehörte. Wer als Kind am Eis stand, konnte später selbst Spieler, Helfer, Fan, Trainer oder Unterstützer werden. So entstand eine Traditionslinie, die bis heute spürbar ist. Öffentliche Chroniken überliefern aus dieser Phase weniger einzelne Ergebnisse als aus späteren Jahrzehnten. Doch für die Gesamtgeschichte ist diese Zeit unverzichtbar. Sie bewahrte das, was 1936 begonnen hatte: die Überzeugung, dass Eishockey in Schönheide seinen Platz hat. Ohne diese beharrliche Pflege der Tradition wäre der Aufbruch nach 1990 kaum denkbar gewesen. Das 90-jährige Jubiläum erinnert deshalb auch an die Generationen, die den Sport im Alltag getragen haben. Sie standen nicht immer im Mittelpunkt großer Berichte, aber sie hielten die Verbindung zwischen Eisfläche, Verein und Gemeinde lebendig. Ihre Leistung war die Kontinuität. Ausblick: Der sechste Teil unserer Serie führt in die Jahre vor und nach der Wiedervereinigung, eine Zeit, in der aus der BSG Aufbau der EHV Schönheide wurde und neue Perspektiven entstanden. Bild 1&2: Nachwuchs-Eishockeyspiel im Freibad Neuheide im Winter 1978 Bild 3: Schönheider Jugendmannschaft/DDR-Bestenermittlung in Crimmitschau 1985 (Bilderquelle: DVD „Schönheider Eishockey – Im Wandel der Zeit“)

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1936-2026 - 90 Jahre Eishockey in Schönheide

Teil 4 - 1966–1975

Eiszeit mit Ausdauer: Wie Schönheide seine Tradition bewahrte

Nicht jedes Jahrzehnt einer Vereinsgeschichte ist von Titeln, Aufstiegen oder großen Endspielen geprägt. Manche Jahre sind leiser – und gerade deshalb entscheidend. Für das Schönheider Eishockey waren die späten 1960er- und frühen 1970er-Jahre eine solche Phase. Sie standen für Ausdauer, Ehrenamt und den Willen, den Sport trotz schwieriger Bedingungen lebendig zu halten. Die Mannschaft spielte weiterhin auf Natureis. Das bedeutete: Kein Trainingsalltag nach Plan, keine garantierten Heimspieltermine, keine verlässliche Saison wie in modernen Eisstadien. Ob gespielt werden konnte, entschieden Temperatur, Wetter und die Bereitschaft vieler Helfer. Wer Eishockey in Schönheide betrieb, brauchte Geduld, Organisationstalent und echte Liebe zum Sport. Ab 1971 nahm die BSG Aufbau Schönheide regelmäßig an den Endrundenturnieren der DDR-Bestenermittlung für Amateur-Sportler teil, sofern es die Witterung zuließ. Diese Teilnahme war wichtig, weil sie den Standort im organisierten Eishockey präsent hielt. Auch wenn die Bedingungen nicht mit modernen Anlagen vergleichbar waren, blieb Schönheide Teil des sportlichen Wettbewerbs. In dieser Zeit wurde der Charakter des Vereins weiter geformt. Schönheider Eishockey war immer mehr als die erste Mannschaft. Es war Treffpunkt, Wintererlebnis und Ortsgespräch. Familien kamen an die Eisfläche, Kinder sahen ihre Vorbilder, Helfer sorgten für die Rahmenbedingungen. Der Sport lebte von Menschen, die nicht fragten, was perfekt war, sondern was möglich gemacht werden konnte. Gerade aus heutiger Sicht verdient diese Phase besondere Anerkennung. Ohne die stillen Jahre der Kontinuität gäbe es die großen späteren Kapitel nicht. Kein Kunsteisstadion, keine Oberliga, keine Regionalliga-Meisterschaften und keine heutigen Wölfe ohne jene Generationen, die den Puck auch dann nicht ruhen ließen, wenn die Voraussetzungen schwierig waren. Das Jubiläum „90 Jahre Eishockey in Schönheide“ ist deshalb nicht nur eine Feier der bekannten Erfolge. Es ist auch eine Würdigung all jener, deren Namen vielleicht nicht in jeder Statistik auftauchen, die aber das Fundament gelegt und erhalten haben. Die Tradition wurde nicht nur in Finalspielen geschrieben, sondern auch an kalten Abenden, auf Natureis und mit unzähligen freiwilligen Handgriffen. Ausblick: Im fünften Teil unserer Serie geht es um die 1970er- und 1980er-Jahre – um Amateurturniere, Ortsverbundenheit und die lange Zeit vor der politischen Wende. Bild 1 bis 3: Eishockey im Freibad Neuheide Ende der 60er-Jahre (Bildquellen: Leihgabe Familie Zettl aus dem Nachlass von Helmut Seidel)

Landesmeister Sachsen 1957
Erste Mannschaft Schoenheide nach der Oberliga 1962
Freibad Neuheide im Winter 1960

1936-2026 - 90 Jahre Eishockey in Schönheide

Teil 3 - 1956–1965

Große Bühne, harte Realität: Schönheide in den Jahren des Umbruchs

Mitte der 1950er-Jahre erreichte das Schönheider Eishockey einen sportlichen Meilenstein: 1956 gelang der Aufstieg in die DDR-Oberliga. Für einen kleinen Ort im Erzgebirge war das ein außergewöhnlicher Erfolg. Die Mannschaft der BSG Aufbau Schönheide hatte sich mit Einsatz, Talent und großem Willen auf eine Bühne gespielt, die weit über die Region hinaus Bedeutung hatte. Dieser Aufstieg war nicht nur ein sportliches Ergebnis. Er war ein Signal. Schönheide zeigte, dass Eishockey auch außerhalb der großen Zentren wachsen konnte, wenn Menschen mit Leidenschaft dahinterstanden. Die Mannschaft knüpfte damit an den Sachsenmeistertitel von 1952 an und schrieb ein weiteres wichtiges Kapitel der Vereinsgeschichte. Doch die Realität des Spielbetriebs blieb schwierig. Schönheide verfügte weiterhin über eine Natureisfläche. Training, Heimspiele und Planung waren stark vom Wetter abhängig. Während andere Standorte bessere Bedingungen entwickelten, musste in Schönheide vieles improvisiert werden. Hinzu kamen personelle Herausforderungen. In der Saison 1958/59 wurde die Mannschaft wegen Spielermangels vom Spielbetrieb zurückgezogen. Dieser Rückzug war ein Einschnitt, aber kein Ende. Gerade die Jahre nach dem Oberliga-Abenteuer zeigen, was den Eishockeystandort Schönheide ausmacht: Rückschläge wurden nicht als Schlusspunkt verstanden. Der Sport blieb im Ort präsent, die Erinnerung an große Spiele lebte weiter, und die Verbindung zum Eis riss nicht ab. Für die 1960er-Jahre sind öffentlich verfügbare Detailinformationen weniger dicht überliefert als für andere Phasen der Vereinsgeschichte. Umso wichtiger ist der Blick auf die Kontinuität. Eishockey in Schönheide bedeutete in dieser Zeit nicht immer große Schlagzeilen, aber es bedeutete Beharrlichkeit. Es bedeutete Menschen, die das Eis pflegten, Nachwuchs begeisterten, Schläger in die Hand nahmen und die Tradition weitertrugen. In der Rückschau erscheint dieses Jahrzehnt deshalb als Übergangszeit. Die großen Erfolge der frühen 1950er-Jahre lagen hinter der Mannschaft, neue Strukturen mussten sich finden. Doch die Grundlage blieb: Schönheide hatte bewiesen, dass es Eishockey leben konnte. Die kommenden Jahrzehnte sollten zeigen, dass diese Begeisterung stärker war als jede Unterbrechung. Ausblick: Der vierte Teil unserer Serie widmet sich den 1960er- und frühen 1970er-Jahren – einer Zeit, in der Schönheide seine Eishockeyidentität vor allem durch Ausdauer und Gemeinschaft bewahrte. Bild 1: Landesmeister Sachsen 1956 Bild 2: Erste Mannschaft nach der Oberliga 1962 Bild 3: Freibad Neuheide im Winter 1960 (Bilderquelle: DVD „Schönheider Eishockey – Im Wandel der Zeit“)

Erstes Logo auf den Trikots von 1950
1951-52 Punktspiel gegen DD im Freibad
Schoenheide im Neuheider Freibad im Winter 1950

1936-2026 - 90 Jahre Eishockey in Schönheide

Teil 2 - 1946–1955

Neubeginn auf Natureis: Schönheide findet zurück zum Eishockey

Nach den schweren Kriegsjahren stand auch der Sport in Schönheide vor einem Neuanfang. Viele Strukturen mussten neu aufgebaut werden, vieles war ungewiss. Doch die Begeisterung für Eishockey war nicht verschwunden. Sie lebte weiter – auf Natureis, mit viel Eigenleistung und mit Menschen, die daran glaubten, dass dieser Sport in Schönheide eine Zukunft hat. In den späten 1940er-Jahren begann der geregelte Spielbetrieb wieder Fahrt aufzunehmen. Kurz nach Weihnachten 1949 trat Schönheide wieder zu einem Heimspiel an. Im Winter 1949/50 nahm die Mannschaft erstmals an den sächsischen Meisterschaften teil. Damit wurde aus der lokalen Leidenschaft wieder ein sportlich organisierter Wettbewerb. Schon ein Jahr später erreichten die Schönheider das Endspiel um die sächsische Meisterschaft. Dieser schnelle sportliche Anschluss war bemerkenswert. Er zeigte, dass die Mannschaft nicht nur aus Tradition weitermachte, sondern leistungsfähig war. In einer Zeit, in der Trainingsbedingungen, Material und Infrastruktur alles andere als komfortabel waren, bedeutete jeder Fortschritt harte Arbeit. 1951 wurde das Stadion ausgebaut. Tribünen und regelkonforme Banden machten einen regelmäßigeren Spielbetrieb möglich. Aus einer winterlichen Spielfläche entwickelte sich Schritt für Schritt ein echter Eishockeystandort. Unter dem Namen BSG Aufbau Schönheide wurde die Mannschaft zu einem festen Begriff im sächsischen Eishockey. Der erste große Höhepunkt folgte in der Saison 1951/52: Die BSG Aufbau Schönheide wurde Landesmeister Sachsen. Dieser Titel gehört bis heute zu den besonderen Erfolgen der Vereinsgeschichte. Er steht für die Aufbauleistung der Nachkriegszeit, für den sportlichen Ehrgeiz einer kleinen Gemeinde und für die Kraft des Zusammenhalts. Diese Jahre prägten Schönheide nachhaltig. Das Eishockey wurde nicht als kurzfristige Mode betrieben, sondern als Teil des Ortslebens. Spieler, Helfer und Zuschauer bildeten eine Gemeinschaft. Wer damals ins Stadion kam, sah nicht nur ein Spiel, sondern erlebte ein Stück Heimat. Die 1950er-Jahre begannen für Schönheide mit einem beeindruckenden sportlichen Aufschwung. Aus den Anfängen der Vorkriegszeit war ein Vereinssport geworden, der Titel gewann, Zuschauer anzog und junge Menschen für das Eis begeisterte. Ausblick: Im dritten Teil unserer Serie erzählen wir vom Aufstieg in die DDR-Oberliga, von schwierigen Jahren und davon, wie die Schönheider Eishockeytradition trotz Rückschlägen weiterlebte. Bild 1: Erstes Logo auf den Trikots von 1950 Bild 2: 1951-52 Punktspiel gegen Dresden im Neuheider Freibad Bild 3: Schönheide im Neuheider Freibad im Winter 1950 (Bilderquelle: DVD „Schönheider Eishockey – Im Wandel der Zeit“)

Ehrengast zur 50-Jahr-Feier_in der Mitte Wolf Bretschneider_Gruender des Schoenheider Eish
Eines der ersten Bilder im Neuheider Freibad 1939
Schoenheide gegen Astoria Berlin 31-12-1939

1936-2026 - 90 Jahre Eishockey in Schönheide

Teil 1 - 1936–1945

Als alles begann: Die ersten Spuren des Schönheider Eishockeys

Wenn die Schönheider Wölfe vom 25. bis 27. September 2026 das dreitägige Festwochenende „1936–2026 • 90 Jahre Eishockey in Schönheide“ feiern, dann blickt der Verein nicht nur auf sportliche Ergebnisse zurück. Gefeiert wird eine Geschichte, die tief mit dem Ort, seinen Menschen und der Begeisterung für das Eis verbunden ist. Der Anfang dieser Geschichte liegt im Jahr 1936. Mitglieder des FC Schönheide suchten damals nach einer sportlichen Möglichkeit für die Wintermonate. Gemeinsam mit Wolfsgrüner Eisstockschützen entstand in Wolfsgrün eine erste Spritzeisbahn. Eine entscheidende Rolle spielte dabei Wolf Bretschneider, der als treibende Kraft der frühen Jahre gilt. Aus einer Idee, aus Eigeninitiative und aus der Freude am Sport wurde der Ursprung einer Tradition, die heute 90 Jahre überdauert hat. Nur wenige Jahre später verlagerte sich das Geschehen nach Schönheide. Im Winter wurde das Gemeindebad zur Natureisfläche umfunktioniert. Was heute selbstverständlich klingt, war damals ein großes Stück Pionierarbeit: Eis musste entstehen, gepflegt und bespielbar gehalten werden; Bande, Organisation und Mannschaft mussten wachsen. Dennoch war die Begeisterung schnell spürbar. Am 31. Dezember 1939 kam es zum ersten überlieferten großen Spiel gegen den SC Astoria Berlin. Fast 1.000 Zuschauer sollen diese Partie verfolgt haben – eine Zahl, die eindrucksvoll zeigt, wie sehr der neue Sport die Menschen schon in seinen Anfangstagen faszinierte. Die ersten Schönheider Eishockeyjahre waren von Improvisation, Idealismus und der besonderen Atmosphäre des Natureises geprägt. Gespielt wurde nicht in einer modernen Halle, sondern unter freiem Himmel, abhängig von Kälte, Wetter und der Einsatzbereitschaft vieler Helfer. Gerade daraus entstand jene Verbindung zwischen Mannschaft, Zuschauern und Ort, die bis heute ein Markenzeichen des Schönheider Eishockeys ist. Der Zweite Weltkrieg unterbrach vieles, was gerade erst begonnen hatte. Sportliche Strukturen zerfielen, Spieler wurden eingezogen, und das gesellschaftliche Leben veränderte sich grundlegend. Doch die Erinnerung an die ersten Spiele, an den Mut der Gründer und an die Faszination für den Puck blieb. Sie wurde zur Grundlage dafür, dass nach Kriegsende ein Neubeginn möglich war. 90 Jahre später ist aus dieser ersten Spritzeisbahn eine Eishockeyheimat geworden. Der heutige Wolfsbau steht für eine Tradition, die nicht am Reißbrett entstand, sondern auf Eis, in Kälte, mit Leidenschaft und mit Menschen, die an ihren Sport glaubten. Ausblick: Im zweiten Teil unserer Serie geht es um den Neubeginn nach dem Krieg, die ersten Meisterschaftsspiele und den Sachsenmeistertitel der BSG Aufbau Schönheide. Bild 1: In der Bildmitte Wolf Bretschneider Bild 2: Eines der ersten Bilder im Neuheider Freibad 1939 Bild 3: Schönheide gegen Astoria Berlin am 31.12.1939 (Bilderquelle: DVD „Schönheider Eishockey – Im Wandel der Zeit“)

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1936-2026 - 90 Jahre Eishockey in Schönheide
Neun Jahrzehnte, neun Geschichten, eine Leidenschaft

Im Jahr 2026 feiert der Schönheider Wölfe e. V. ein außergewöhnliches Jubiläum: „1936–2026 – 90 Jahre Eishockey in Schönheide“. Mit dem großen Festwochenende vom 25. bis 27. September 2026 würdigt der Verein eine Tradition, die seit neun Jahrzehnten Generationen von Spielern, Trainern, Ehrenamtlichen, Fans und Familien miteinander verbindet. Bevor im Rahmen einer neunteiligen Presse-Serie jedes Jahrzehnt einzeln beleuchtet wird, gibt der Schönheider Wölfe e. V. einen Ausblick auf das, was die Leserinnen und Leser erwartet. Die Serie erzählt nicht nur von Ergebnissen, Aufstiegen und Meisterschaften. Sie erzählt vor allem von Menschen, die diesen Sport in Schönheide möglich gemacht haben – auf Natureis, im Gemeindebad, im Kunsteisstadion, im heutigen Wolfsbau und bis in die Gegenwart. Der erste Teil führt zurück zu den Anfängen im Jahr 1936. Damals entstand aus der Initiative sportbegeisterter Schönheider und Wolfsgrüner die Grundlage für eine Entwicklung, die niemand in ihrer späteren Bedeutung hätte voraussehen können. Eine Spritzeisbahn, viel Eigenleistung und die Begeisterung für den Wintersport standen am Anfang einer Geschichte, die bis heute fortgeschrieben wird. Im zweiten Teil geht es um den Neubeginn nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Leser erfahren, wie sich das Eishockey in Schönheide nach schweren Jahren wieder formierte, wie die BSG Aufbau Schönheide in den organisierten Spielbetrieb zurückkehrte und wie mit dem Sachsenmeistertitel 1952 einer der frühen sportlichen Höhepunkte gelang. Der dritte Teil widmet sich den Jahren des sportlichen Aufbruchs und der Herausforderungen. Der Aufstieg in die DDR-Oberliga 1956 war ein Meilenstein, doch die Bedingungen auf Natureis blieben schwierig. Die Serie zeigt, wie nah große sportliche Träume und harte Realität damals beieinanderlagen. In den Teilen vier und fünf rückt die Zeit in den Mittelpunkt, in der Schönheide seine Eishockeytradition vor allem durch Beständigkeit bewahrte. Es waren Jahrzehnte, in denen nicht immer große Schlagzeilen geschrieben wurden, aber ohne die der heutige Standort undenkbar wäre. Helfer, Spieler, Fans und die Gemeinde hielten den Sport lebendig – oft unter einfachsten Bedingungen und immer abhängig von Wetter und Eis. Der sechste Teil führt in die Wendezeit. Aus der BSG Aufbau wurde der EHV Schönheide. Der Verein musste sich neu strukturieren, neue Wege finden und gleichzeitig seine Wurzeln bewahren. Besonders wichtig wurde in dieser Phase der Wunsch nach einer verlässlichen Kunsteisfläche – eine Entscheidung, die die Zukunft des Schönheider Eishockeys nachhaltig prägen sollte. Im siebten Teil steht der Wolfsbau im Mittelpunkt. Mit dem Bau der Kunsteisanlage 1996 und der späteren Überdachung begann eine neue Ära. Der EHV Schönheide bekam ein modernes Zuhause, neue sportliche Möglichkeiten und eine Atmosphäre, die bis heute für viele Fans untrennbar mit dem Schönheider Eishockey verbunden ist. Der achte Teil blickt auf ein Jahrzehnt voller Extreme: Meisterschaft, Pokalerfolge, wirtschaftliche Schwierigkeiten, Insolvenz und Neuanfang. Die Jahre von 2006 bis 2015 zeigen besonders eindrucksvoll, wie stark der Standort Schönheide auch in Krisenzeiten zusammensteht. Der neunte und letzte Teil führt schließlich in die Gegenwart. Nach dem Neustart als Schönheider Wölfe entwickelte sich der Verein wieder zu einer festen Größe in der Regionalliga Ost. Meisterschaften, Vizemeisterschaften, Nachwuchsarbeit, Ehrenamt und die besondere Atmosphäre im Wolfsbau bilden den Bogen bis zum Jubiläumsjahr 2026. Mit dieser Serie möchte der Schönheider Wölfe e. V. an neun Jahrzehnte Eishockeygeschichte erinnern und zugleich die Vorfreude auf das Festwochenende vom 25. bis 27. September 2026 wecken. Jede Folge ist ein Blick zurück – aber auch ein Dank an alle, die dazu beigetragen haben, dass der Puck in Schönheide seit 90 Jahren nicht zur Ruhe kommt. Der Schönheider Wölfe e. V. lädt alle Freunde, Wegbegleiter, ehemaligen Aktiven, Fans und Unterstützer ein, diese besondere Reise durch neun Jahrzehnte Eishockey in Schönheide zu begleiten.

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